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Freitag 26. April 2019

Was uns der Tschernobyl-Tag zu sagen hat: Die Jugend lässt hoffen - 33 Jahre nach der Reaktorkatastrophe

Viele Ältere wissen noch ganz genau, was sie an jenem 26. April 1986 gemacht haben: An dem Tag, als für alle offensichtlich ein Reaktor in Tschernobyl, damals noch Sowjetunion, in die Luft geflogen ist. Doch auch 33 Jahre später haben nur wenige maßgebliche PolitikerInnen rund um die Welt begriffen: Kernkraft ist keine friedliche, umweltverträgliche Stromquelle ist, sondern eine immerwährende Gefahr für Mensch, Tier, Erde. Noch immer werden sogar neue Atommeiler gebaut, beispielsweise in Tschechien.

Ja, wir Älteren wissen zwar, was wir getan haben an jenem 26. April 1986. Aber danach haben wir alle zu wenig getan, um die Welt zu retten. Es musste erst ein zweiter Atom-GAU passieren, der von Fukushima 25 Jahre später, bis wenigstens in Deutschland endlich ein Aus für Atomkraft beschlossen wurde.

Wenn wir Älteren in den 1980er Jahren von „Alternativen Energien“ sprachen, meinten wir vor allem die Solartechnologie, um Warmwasser zu erzeugen. Ein IFO-Institut um den unsäglichen Prof. Sinn versuchte schon damals die Energiewende zu torpedieren: Seine so genannten Wissenschaftler gestanden der Ökoenergie ein Potenzial von höchstens vier Prozent zu. Inzwischen sprechen wir von „Regenerativen Energien“: Unbegrenzte, natürliche Quellen, die Wärme oder Strom ohne Verschwendung von Ressourcen gewinnen. Am Ostersonntag produzierten Sonne und Wind mehr Strom in Deutschland, als verbraucht wurde. Wir wissen also, wie weit die Münchner IFO-„Spitzenforscher“ mit ihrer Prognose damals daneben lagen. Dennoch dürfen die heute immer noch Lügen verbreiten, zum Beispiel wenn es um die Nachhaltigkeit von Elektroautos geht.

Apropos Nachhaltigkeit. Spätestens seit auf der Klimakonferenz von Rio de Janeiro im Jahre 1992 die Mächtigen der Welt mit der „Agenda 21“ beschlossen haben, den Ressourcenverbrauch zu senken und den Schadstoffausstoß zu reduzieren, wissen wir: Um der Menschheit ein Weiterleben zu ermöglichen, müssen wir das Verbrennen von Öl, Kohle, Gas möglichst schnell auf Null herunterfahren.

www.nachhaltigkeit.info/artikel/agenda_21_744.htm

Alle Jahre wieder gibt es seither eine neue Klimakonferenz. Da beschließen die Nachfolger der 1992 politisch Verantwortlichen jeweils aufs Neue: „Wir müssen schnell etwas tun.“ Und dann passiert wieder ein Jahr lang: Nichts. Bis zum nächsten Gipfel. Alle diese Entscheidenden sind Ältere wie wir.

Nun aber nehmen die Jüngeren das Heft des Handelns in die Hand. Die 16 Jahre junge schwedische Schülerin Greta Thunberg

de.wikipedia.org/wiki/Greta_Thunberg

hat sich vor einigen Monaten dazu entschieden: „Ich streike jeden Freitag für Klimaschutz.“ Inzwischen folgen ihr wöchentlich immer mehr Jugendliche überall auf der Welt. Wissenschaftler schließen sich dem Greta-Streik an.

www.scientists4future.org/

Und die Politik schreckt auf. Denn auch Eltern und Großeltern merken endlich, dass sie auf die Straße müssen, um ihrem Nachwuchs ein Weiterleben auf diesem Planeten zu ermöglichen. Sie tun das übrigens auch am heutigen Freitag, 26. April 2019, 33 Jahre nach der Tschernobyl-Atomkatastrophe. Nur Ewiggestrige, Klimaleugner und rückwärts-egoistisch denkende PolitikerInnen werden wohl nie begreifen, dass es ohne Klimaschutz kein Überleben der Menschheit gibt. Oder wie es schon in den 1980er Jahren ein Pulitzer-Preisträger formulierte: „Die Erde braucht die Menschheit nicht. Aber die Menschheit braucht die Erde.“

PS: Die jährlichen Klimagipfelredner sind übrigens genau jene Profis, denen die jugendlichen „Fridays For Future“-AktivistInnen das Handeln überlassen sollen. Zumindest, wenn es nach dem heute wiedergewählten, nur labernden FDP-Vorsitzenden Christian Lindner geht.

 

Autor: Heinz Wraneschitz

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