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Donnerstag 10. Januar 2019

Politiker-Entscheidungen pro Dezentralität - Zwei Hoffnungssternchen für 2019

2018 war das schlimmste Jahr seit Langem für die so genannte „Energiewende“ in Deutschland. Da sind sich all jene einig, denen erneuerbare und dezentrale Energienutzung am Herzen liegen. Wir zählen uns natürlich dazu. Deshalb ist es gut, dass zwei nahe der Jahreswende am Energiehimmel aufgegangene Fixsterne wenigstens ein bisschen Hoffnungsschimmer verbreiten.

Einen dieser Leuchtpunkte entzündete Bayerns Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler). Der Niederbayer hat zwar nicht durchsetzen können, dass im orange-schwarzen Koalitionsvertrag der Verzicht auf Hochspannungstrassen steht. Doch dann kam der weiß-blaue Energiegipfel im Dezember letzten Jahres.

„Klimaschutz und Wertschöpfung vor Ort“ hob Aiwanger nach diesem Treffen der Energie-Leitwölfe als zentrale Punkte seiner „anspruchsvollen Ziele“ heraus. Er wolle „in Bayern schnellstmöglich eine sichere und bezahlbare Energieversorgung bereitstellen, die auch nachhaltig sei. Und damit müsse man Wertschöpfung im Freistaat generieren“, zitieren ihn verschiedene Medien. Und: In Bayern sollen „die wichtigen Dinge selbst in die Hand genommen werden“, dann wären neue „Stromtrassen nicht mehr die entscheidende Frage“, sondern vor allem der Ausbau der erneuerbaren Energien, der Verteilnetzausbau sowie Strom-Speicher. Aiwangers Regierungs-Ziel also: Eine möglichst hohe regenerative Selbstversorgung des Freistaats.

Den zweiten Fixstern hat Bundesenergieminister Peter Altmaier (CDU) kurz nach Heilig-Drei-König zum Leuchten gebracht: Andreas Feicht wird am 1. Februar neuer beamteter Staatssekretär für Energie und Digitales seines Ministeriums.

Ein dreiviertel Jahr lang gingen keinerlei Energiestrahlen vom Schreibtisch des zweiten Mannes im Ministerium aus: Der Grüne Rainer Baake hatte zu Beginn der aktuellen GroKo-Periode seinen Hut genommen. Die „große Leerstelle in Altmaiers Haus sei nun geschlossen“, freut sich jetzt zum Beispiel das Fachmagazin Energie und Management.

Minister Altmaier nennt Feicht „einen hervorragenden Energieexperten für die Energiewende"; er wolle „auch ein Signal an Städte und Gemeinden geben, dass ihre berechtigten Anliegen künftig in der Bundesregierung noch besser berücksichtigt werden". Kein Wunder also, dass es von Ökoenergieseite ebenfalls viele Vorschlusslorbeeren für den „Neuen“ gibt.

Andreas Feicht war im Übrigen bis jetzt über zehn Jahre lang Chef der WSW Wuppertaler Stadtwerke GmbH: Er kennt sich also in dezentraler Energie und mit Verteilnetzen wirklich blendend aus. Und selbst wenn es die Meinung gibt, Wuppertal sei ein wenig „eigen“: Als Vizepräsident des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU) hat Feicht engen Kontakt mit Kommunalunternehmen über die NRW-Grenzen hinaus. Zurzeit hat er sogar noch ein internationales Ehrenamt inne: Er ist Präsident der Federation of Local Energy Companies (CEDEC).

Schlimmer geht’s eh nimmer, konnte man kurz vor dem Jahresende 2018 noch sagen. Obwohl: Wer am Fassboden angekommen ist, für den führt ohnehin aller Weg nach oben. Doch ganz automatisch nimmt die Energiewende nicht wieder Fahrt auf. Deshalb bleibt zu hoffen, die beiden Fixsterne erweisen sich nicht als Sternschnuppen und verglühen schon bald wieder. Denn Vorschusslorbeeren hatten auch viele vor Feichts Vorgänger Rainer Baake ausgestreut. Dann kam jede Menge Negatives von ihm nach.

Autor:

Zukunftsenergie-Team Gammel

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