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Montag 02. August 2021

3 Fragen an... unseren Gründer und Geschäftsführer Michael Gammel

Heute starten wir mit einer neuen Reihe: "3 Fragen an..." Und mit wem sonst, als unserem Chef Michael sollten wir beginnen?

Du hast bei der Gründung von Gammel Engineering vor über 34 Jahren auf regenerative Energiequellen gesetzt: Warum und wie war der Zeitgeist von damals?

Mein Studium Versorgungstechnik in München wurde begleitet von massiven gesellschaftspolitischen Diskussionen zum Bau der WAA in Wackersdorf. Auch die Vision von Ludwig Bölkow zu einer wasserstoffbasierten Energiewirtschaft fiel in diese Zeit. Die Kindheit und Jugend in den einfachen Verhältnissen meines Elternhauses haben meine Aversion gegenüber der Wegwerfgesellschaft geprägt. Mein spezielles Interesse galt deshalb stets der Ressourceneffizienz, der Nachhaltigkeit, der Qualität, der Produkte und Dienstleistungen und der Kaskaden- oder Mehrfachnutzung.
Mittlerweile sind die Ideen der Gründerphase unseres Unternehmens längst zur DNA geworden. Die Technologie hat sich weiterentwickelt, aber das Feuer der Begeisterung für regenerative Energien und hocheffiziente dezentrale Energiesysteme sowie Energieeffizienz lodert nach wie vor. Ich bin froh, dass mich diese Themen ein ganzes Berufsleben lang beflügeln und faszinieren. Keinen Tag habe ich nach dem Sinn unseres Tuns fragen müssen, sondern mit unseren Projektentwicklungen und Planungsdienstleistungen an der Energie der Zukunft gearbeitet.
 

 

Heute sind die Themen Nachhaltigkeit und Klimaneutralität in Unternehmen und Gesellschaft ganz oben auf der Agenda: Welche Gedanken gehen dir als Pionier in Sachen „grüne Energiekonzepte“ angesichts des Paradigmenwechsels durch den Kopf?

 

In Diskussionen und Vorträgen stellt sich ganz häufig heraus: „Wir Ingenieure können Energiewende! Lasst uns arbeiten und gebt uns hierfür die erforderlichen Rahmenbedingungen!“ Die größten Hürden auf dem Weg zur Null-Emission sind Festhalten an alten Zöpfen, fehlende Kreativität und gefährliche Sparsamkeit an der falschen Stelle – auch bei vielen Entscheidungsträgern in Politik und Wirtschaft.

 

Wenn Umwelt- und Klimaschäden aus dem Einsatz fossiler Energieträger mit bewertet werden, fallen viele Entscheidungen zugunsten nachhaltiger regenerativer Energien leichter und schneller. Wir verlieren wertvolle Zeit bei der Energiewende – unsere Kinder und Enkel fordern entschlossenes Handeln! An dieser Situation freut mich, dass die Energiewende aus der Basis heraus rasch Fahrt gewinnt, viele mündige Menschen in regenerative Energien und Energieeffizienz investieren und sich für eindeutig Klimaschutz entscheiden. Umfragen bestätigen den beschleunigten Zuspruch. Dieser Trend in der weltweiten Gemeinschaft macht Mut und ist auch von verkrusteten, rückwärtsgewandten Strukturen nicht mehr aufzuhalten.

 

Auf welches Projekt bist du besonders stolz?

 

Ganz schwierige Frage – alle Projekte des GE-Teams tragen unsere Handschrift und spiegeln damit unsere Mission wider. Ein Grund für mich, auf die Leistung eines Jeden in unserem engagierten Ingenieurteam und dessen Arbeitsergebnis stolz zu sein!

 

Unsere Nachhaltigkeits-Marktführerschaft haben wir mit 30 Heizkraftwerken auf Basis von naturbelassenem Holz und mehr als 250 Hackschnitzelheizwerken untermauert. Diese Anlagen verfügen über Nah- und Fernwärmenetze und versorgen Quartiere bis hin zu Städten. Gleichermaßen innovativ sind Kraft-Wärme-Kälte-Koppelungsanlagen für Industrie und Gewerbe, oft kombiniert mit Energie-Rückgewinnung und kaskadierter Nutzung.

 

Ein spannendes Projekt war die Nutzung der Abwärme aus dem Silizium-Ziehprozess bei Wacker in Burghausen für einen Klebstoff-Produktionsprozess – statt diese wertvolle Energie wie bis dahin ungenutzt in den Alzkanal abzuleiten. Auch die Einspeisung der Abwärme aus der Schmelzerei bei BMW in Landshut in das Werksnetz zur Produktion von Absorber-Kälte in Ergänzung mit Blockheizkraftwerken ist eine sehr innovative Anlage mit erheblichem Inpakt auf den CO2-Ausstoß in der Produktion.

 

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